Lieber Psychiatrie als Psychopharmaka – was Psychiater und Ärzte bei Patienten mit der Diagnose „Paranoide Schizophrenie“ nicht verstehen wollen

Psychiater und Ärzte sehen es als Erfolg an, wenn ein Patient mit der Diagnose „Paranoide Schizophrenie“ dank Psychopharmaka seltener in die Psychiatrie muss, weil er durch die Medikamente angeblich seltener verrückt wird.

Ich drehe den Spieß um: ICH bin lieber für einen Monat in der Psychiatrie als mein Leben lang ohne „Rückfall“ unter Psychopharmaka zu stehen, die man mir als Depot-Spritze in den Po gibt oder die ich in Form von Tabletten einnehmen soll, die mich depressiv machen. Wer sagt denn, dass ich die Psychiatrie als schlimmer als die Psychopharmaka empfinde? Ich habe es gegenüber den Ärzten immer wieder betont, aber leider hören Psychiater nie zu: „Die Psychopharmaka rauben mir mehr Lebensqualität als die Gefängnismauern.“

Und warum? Ganz einfach: Als intelligenter Einzelgänger bin ich talentiert genug, meinen Körper auch unter Psychiatrie-Bedingungen Glückshormone produzieren zu lassen. Ich finde hinter diesen Mauern schon etwas, das mir gefällt. Was aber, wenn man Psychopharmaka aufgezwungen bekommt, die genau die Produktion dieser Glückshormone verhindern? Im Ernst, ich habe es selbst erlebt: Unter Psychopharmaka macht mir selbst der schönste Parkspaziergang an einem schönen Sommertag keine Freude mehr und man fragt sich, was man in diesem Leben noch will, außer zu schlafen und das Leben zu vergessen.

Ich weiß, ich spreche hier nicht für alle Patienten mit der Diagnose Paranoide Schizophrenie. Aber ich spreche für MICH und die Psychiater sollend endlich aufhören, bei einem besonderen Fall wie meinen ständig ihre Statistiken aus irgendwelchen Ärzteblättern zitieren oder ihre „langjährigen Erfahrungen“ zu berichten. Ich war von Geburt an KEIN normaler Mensch, der in die Statistiken irgendwelcher Pädagogen passte. Mein ganzes Leben lang war ich ein intelligenter Außenseiter, eine Klasse für sich – und für DIESE Aussage habe ich aus meinem gesamten Lebenslauf viele Beweise. Da sollte es die Psychiater nicht wundern, wenn ich auch im Fall der Fehldiagnose „Paranoide Schizophrenie“ eine Ausnahme darstelle.

Ich hoffe aber sehr, nicht die einzige Ausnahme zu sein.

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