In die Psychiatrie gehen, um ein karmisches Versprechen einzulösen?

In die Psychiatrie ging ich nicht nur, weil ich sie als meine ganz persönliche Einweihung in die Freimaurerei ansah (LINK). Ich reiste auch in die Psychiatrie, um ein Versprechen einzulösen, einen karmischen Schwur. Denn im Vorfeld versuchte ich meine Schule über die Weltverschwörung aufzuklären (mehr dazu hier). Für diese Aufklärung hatte ich Zettel gedruckt, auf die ich in weiser Voraussicht schrieb:

„Und wenn Sie mich für meine Worte in die Psychiatrie oder ins Gefängnis einweisen wollen, so sei es. Vielleicht sind das die Orte, wo man anfangen muss, um die Menschen zu denkenden Menschen zu erziehen.“

Von falschen Hoffnungen

Ja, ich ging in der Hoffnung in die Psychiatrie, dort auf denkende Menschen zu treffen. Meine Strategie war es, die Psychiater über die Weltverschwörung aufzuklären, denn im Gegensatz zu den Lehrern meiner Schule MUSSTEN sie mir zuhören. Zumindest lebte ich damals in dieser Illusion.

Leider hatte ich ein zu positives Bild von der Psychiatrie. Ich dachte, in der Psychiatrie würde man täglich Gesprächstherapien von vielen Stunden mit den Patienten machen, ergänzt um tiefenpsychologische Analysen wie bei Sigmund Freud. Denn um den „psychisch Kranken“ zu heilen, so meine Logik, musste man seine Tiefenpsychologie verstehen, also was ihn tief im Inneren bewegt und welche Vergangenheit er mitbringt. Eben mehr neurologische Forschung.

Ein großer Irrtum!

In der Psychiatrie redet man mehr mit den Menschen, sondern weniger

Nein, in der Psychiatrie redet man fast NICHT mit den Patienten. UND SCHON GAR NICHT fragt man sie ernsthaft nach ihrer Vergangenheit, nach ihrer tieferen Psychologie und ihrem Leben.

Ja, der Leiter meiner Psychiatrie kannte nicht einmal meine jüngste Vergangenheit, also meine Aufklärung über die Weltverschwörung an meiner Schule sowie die zentrale Botschaft („Wir leben in einer als Demokratie getarnten Diktatur.“). Ich war fassungslos. Ja, aufgrund der gesamten Kommunikationsstruktur der Psychiatrie gibt es nicht einmal genügend Möglichkeiten für Patienten, den Psychiatern so komplexe Themen wie diese Weltverschwörung nahezubringen.

Und ich HABE Vergleiche! Zu meiner Schulzeit hatte ich viele Gesprächstherapien. Da nehmen sich die Therapeuten wirklich Zeit für den Menschen! Die fühlen sich in einen ein. Ich dachte, so wäre das auch in der Psychiatrie, nur professioneller. Nein, das Gegenteil ist der Fall. Dort ist alles viel unprofessioneller!