Luzifers Rebellion – Oder: Meine Zeit als Antichrist im Jahr 2005/2006. Wie ich als ehemals überzeugter Katholik gegen Gott rebellierte

Hier finden Sie meine Gedichte, die ich alle im Jahr 2005/2006 geschrieben habe. Zu dieser Zeit ging zwar nicht die Welt unter, wie ich damals fürchtete, aber es sollte meine persönliche luziferische Rebellion gegen Gott sein. Ja, ich stritt damals stark in meiner streng katholischen Familiie gegen Gott – es sei auch bemerkt, dass ich als EINZIGER in meiner Familie und meiner Schulklasse die Bibel und den Gott darin WIRKLICH kannte. Aus voller Überzeugung nannte ich mich nun „Antichrist“ im Sinne von „der gute Antichrist“, die „wahre Gerechtigkeit“, denn nach eingehenem logischen Nachdenken stimmte ich der Gerechtigkeit Gottes, wie sie im Alten Testament, aber auch im Neuen Testament und in der Offenbarung des Johannes steht, nicht länger zu. Ob es diesen Gott nun gab oder nicht, wurde für mich zweitrangig, denn ich war GEGEN diesen Gott und auch GEGEN sein Paradies, denn ich erkannte, dass das scheinbare Paradies der Johannes-Offenbarung im Grunde nur ein Gefängnis für die Menschen beschreibt, einen Würfel, in dem die überlebenden Seelen gefangen sind und Gott lebenslang verehren müssen, weil er sie gerettet und die anderen Seelen vernichtet hat. So dachte ich jedenfalls damals mit 20 Jahren über die Bibel und die Offenbarung des Johannes. Mir soll auch niemand erzählen, das Neue Testament sei so viel besser. Ich kann da allein bei Paulus eine mehrere Stellen nennen, die alles andere als schön in meiner damaligen Weltsicht waren.

Noch ein Zufall vorweg: Im Jahr 1997 schloss ich als überzeugter Christ einen Vertrag mit dem biblischen Gott Jahwe, der lautete: „Bitte lass die Welt in den Jahren 2000 und 2005/06 nicht untergehen, solange es einen Menschen gibt, der an dich glaubt – ich. Ich werde ab jetzt bis Ende 2005 jeden Tag für den Weltfrieden beten.“ Nun, dieses Siegel wurde kurz vor seiner Erfüllung im Mai 2005 auf eine harte Probe gestellt (zufällig kam da auch Star Wars 3 mit Anakins Verführung in die Kinos …). Mein Herz hatte ich im Mai 2005 für Gott verloren, aber ich weigerte mich, mich auch mit dem Verstand verführen zu lassen, deshalb sagte ich Gott: „Zugegeben, deine Probe ist dir gut gelungen. Verzeih, dass ich mit dem Herzen wirklich nicht mehr an dich glauben kann, aber du wirst mich nicht dazu verführen, mein Versprechen zu brechen. Bis zum Ende des Jahres 2005 werde ich meine Gebete  trotzdem als Lipppenbekenntnisse weitermachen, also die Form wahren.“

Nun denn, los geht’s. Ich denke, nach dem Lesen der Gedichte werden Sie mir zustimmen, dass ich mir den Titel „Luzifer“ oder „Der Antichrist“ (aber NICHT „Satan“) durchaus verdient habe … umso mehr, da nicht so sehr Zorn, sondern vor allem scharfe Logik und Wissen aus vielen Gedichtzeilen sprechen.

Meine Gedichte aus dem Jahr 2005

MEINE MUTTER SAGT…

GOTTES VERHEIMLICHTE SEITE

DANKLOSIGKEIT

DIE WAHRHEIT ÜBERS PARADIES

GOTTES NATÜRLICHE AUSLESE

UND DANN IM PARADIES…

DER URSPRUNG DER BÖSEN

DER GUTE HIRT (denkt wirtschaftlich wie der Wirt)

GOTTES BEVORZUGTES GESCHLECHT

DU SOLLST VATER UND MUTTER EHREN!

RELIGIONSUNTERRICHT

DIE WILLKÜR IN GÖTTERGESTALT

DIE SORGEN VON MORGEN

GOTT IST MENSCHLICH

Heute sehe ich einiges anders, weil ich verstande habe, wie man die Bibel wirklich lesen und verstehen muss und welches Geheimwissen über unsere Welt darin verborgen liegt. Ja, ich bin wieder so weit, dass ich andere Menschen nur warnen kann, besser an diesen Jahwe der Bibel zu glauben, statt dem Irrtüm zu verfallen, dass das Leben nur aus Zufällen besteht und man sich getrost unserer sündhaften Kultur hingeben könne, weil ja sowieso alles egal sei … Diese Menschen werden sich in diesem Leben oder nach dem Tod noch gewaltig wundern … und das ist von den Illuminaten und den weiteren Weltverschwörern sicherlich gewollt. Sowohl naive Gläubige als auch naive Ungläubige kann man in so viele spirituelle Fallen locken … ja, ich habe mir schon ein  Misstrauen zu eigen gemacht – bis über den Tod hinaus. Auf der anderen Seite folge ich durchaus gewissen Weisungen … und meiner Neugier. Aber im Gegensatz zu dem Standard-Gläubigen oder dem Standard-Ungläubigen erahne ich wenigstens, worauf man alles im Leben und nach dem Leben achten muss und worauf ich mich alles einlasse …

Betonen möchte ich auch, dass ich damals in keiner Lebenskrise war, sondern im Gegenteil. Im Mai 2005 machte ich mein Abitur und war endlich frei von der Schule. Und da beschloss ich, gleich reinen Tisch zu machen und endlich mit meiner eigenen Religion aufzuräumen. Ich beschloss, Religion gegen Philosophie, Wissenschaft, Rationalismus und die Zufallstheorie einzutauschen (mit dem grausamen Scheinwissen, dass nach dem Tod absolutes schwarzes Nichts und ewiges Vergessen auf mich wartete) – zehn Jahre lebte ich so und konzentrierte mich ganz aufs Weltliche, ehe ich dann im Jahr 2015 auf Jan van Helsing sowie spirituelle Meister stieß und noch von ganz anderen Sichtweisen auf das Jenseits erfuhr und einmal mehr im Leben eine ganz radikale Wende machte samt vier Reisen in die Psychiatrie im Versuch, perfekt nach den kosmischen Gesetzen zu spielen, nach meinem Seelenplan. Vom leidenschaftlichen Christen, wie man ihn in meiner Generartion selten findet, wandelte ich mich zum radikalen Antichristen, ehe ich dann ebenso mit gnadenloser Perfektion dem spirituellen Pfad meiner Seele nach den kosmischen Geheimgesetzen folgen wollte und mir zum Ziel setzte, ein Illuminat zu werden, ein perfekter Spieler. Doch mein luziferischer Hochmut kam mal wieder vor dem Fall …