Meine seelische Verbindung zum Revolutionär Robespierre der Französischen Revolution

Im Jahr 2015 hatte ich die Eingebung, die Reinkarnation von Robespierre zu sein, einem Revolutionär der Französischen Revolution.

Wahrscheinlich stimmt das nicht wirklich. Ich glaube so etwas nicht ohne hochwertige Beweise. Andererseits hat mich die Sache damals sehr beschäftigt und ich hatte machtvolle geistige Energien gespürt. Im Jahr 2015 kreuzte eine starke Energielinie meinen Weg und ich möchte Ihnen diese Geschichte erzählen.

Die Vorgeschichte: Ein Schulroman und die Suche nach Freundschaft

Im Frühjahr 2015 schrieb ich meinem ehemaligen Schulleiter einen Brief, in dem ich ihm die Freundschaft anbot. Es war ein Akt im Sinne von: „Danke, wenn auch dem größten Feinde ich verzeihen kann.“ Ich wollte etwas Besonderes wagen, zumal er mir als Einzelgänger früher sagte, ich solle mir Freunde suchen.

Zuvor hatte ich meine Schulgeschichte als magische Legende aufgeschrieben (LINK). Ich setzte mich mit der Vergangenheit auf neue Weise auseinander und blickte mit einem Lächeln der Versöhnung auf sie zurück.

Aber mein Schulleiter wollte nicht viel mit mir zu tun haben. Während ich ihm einen langen Brief schrieb, sandte er mir als Antwort nur ein Zitat aus dem Drama „Dantons Tod“, das von der Gegnerschaft der zwei Revolutionäre Danton und Robespierre handelt. Danton ist eher ein Herzmensch, Robespierre ein radikaler Logiker. Das Zitat lautete: „Geh, wir haben grobe Sinne. Einander kennen? Wir müssten uns die Schädeldecken aufbrechen und die Gedanken einander aus den Hirnfasern zerren.“

Damals wusste ich noch nichts von den spirituellen Gesetzen des Universums, von der Reinkarnation und von Verschwörungstheorien. Mich beschäftigte das Zitat nur wie ein Philosoph, der interessante Gemeinsamkeiten sieht. Dabei sah ich mich selbst als Robespierre und meinen Schulleiter eher als Danton.

Vereinfacht gesagt ist Robespierre ein strenger Disziplinmensch und Danton ein verzeihlicher Genussmensch. Beide waren französische Revolutionäre, aber Robespierre war strenger in seinem Revolutionswillen und seinen Staatstheorien. Daher ließ er Danton und seine Anhänger als Verräter durch die Guillotine hinrichten. Robespierre setzte auf einen perfekten Staat mit gnadenlosen Strafen.

Mein spirituelles Erwachen: Bin ich Robespierre, der seinen Gegner Danton vor der Guillotine retten soll?

Als ich im Herbst 2015 nach einer tiefen Weltbildkrise von den spirituellen Gesetzen unserer Welt erfuhr und dass nichts Zufall sei, sah ich das Zitat von Dantons Tod in einem neuen Licht. Ich war davon überzeugt, es müsse Schicksal sein, dass ich so stark mit meinem Schulleiter verbunden bin.

Und es war nicht nur dieser Glaube. Es war ein intensives spirituelles Erwachen. Als ich meinen Schulroman erneut las, schaltete sich bei einigen Sätzen eine geistige Macht dazwischen. Diese Macht sprach durch meine eigenen Zeilen zu mir. Ich konnte nicht glauben, was ich erlebte, denn ich war trotz meiner literarischen Romantik ein rationaler Zufallstheoretiker.

Jedenfalls ergab sich aus diesen Sätzen für mich die Konstruktion, ich sei der wiedergeborene Robespierre, der eine Zeitreise in die Französische Revolution machen müsse, um seinen Gegenspieler Danton vor der Guillotine zu retten – und dafür müsse ich auf einen bestimmten Hügel meiner Stadt gehen, weil sich dort zwei Dimensionen der Realität miteinander verbinden. Ich müsse bis 12 Uhr mittags auf diesem Hügel sein, weil dann in der anderen Dimension Dantons Hinrichtung stattfände. Es war so, als hätte Danton mir über die Zeilen meines eigenen Romans einen Rettungsruf gesandt und dass ich meinen karmischen Fehler von damals wiedergutmachen solle. Es ginge dabei auch um meinen Schulleiter, der mit Danton verbunden sei und den ich im spirituellen Sinne retten müsse. Mit seinem Zitat hätte er unbewusst meiner Seele geholfen und nun müsse ich seiner Seele helfen.

Wie gesagt, ich konnte das alles selber nicht glauben. Aber ich folgte diesem Wink und ging auf den Berg – und staunte einmal mehr. Dort verlief gerade an diesem Tag ein Kiespfad mit kleinen Stationen, was mich an einen Kreuzweg erinnerte oder an einen Pfad zum Sündenbereuen. Am Ende war sogar ein Dreieck in den Boden gezeichnet. Ja, mehr noch: Auf dem Hügel standen drei Gerüste, die tatsächlich ein wenig an Guillotinen erinnern. Mehr noch: Meine Schwester sagte einfach so, sie hätte das Gefühl, hier läge eine Leiche begraben,

Diese Zufälle bestärkten meinen Glauben an spirituelle Mächte.

Angeblich sollte ich in dieser Inkarnation für die Verfehlungen des kaltherzigen Robespierres büßen, der einst den Gegenspieler Danton zum Tod durch die Guillotine verurteilt hat.

Meine Bewertung des Ganzen: Selbst wenn ich nicht wirklich der wiedergeborene Robespierre bin, so kann meine Seele mit Robespierre in Resonanz sein. Vielleicht war ich in einem früheren Leben jemand, der Robespierre ähnlich war und mangels besserer Vergleiche sprach diese höhere Macht über das Drama „Dantons Tod“ mit mir.

Im Folgenden erzähle ich Ihnen einige Gemeinsamkeiten von mir und Robespierre. Natürlich ergibt eine Kette von Zufällen noch keine Wahrheit. Selbst eine Verbindung von zwei Energielinien beweist noch keine Reinkarnation. Resonanzen können viele Gründe haben. Aber es ist interessant für mich, Parallelen zu suchen.

Charakterliche Gemeinsamkeiten mit dem französischen Revolutionsführer

Charakterlich kann ich viele Gemeinsamkeiten mit Robespierre finden. So legte ich in der Jugend viel Wert auf Strenge, Pünktlichkeit, Moral und Disziplin. Damit befand ich mich stets im Konflikt mit meinen Mitschülern. Ich interessierte mich auch für Gerichts- und Gefängnisserien sowie für biblische Gerechtigkeit und befürwortete harte Strafen. Meine Vorbilder damals waren eine Gefängnisleiterin und eine Jugendrichterin. Und nach der Schule wollte ich Gesellschaftskritiker und Systemkritiker werden, weshalb ich Soziologie studierte. Auch Themen wie Justiz, Anwälte und Recht waren irgendwie mit mir in Resonanz. Von meiner Veranlagung her hätte ich auch Jura studieren können.

Und Tatsache ist auch: Als ich von der Weltverschwörung erfuhr, begann ich sofort eine Aufklärungsaktion an meiner Schule. Einfach der Wahrheit zur Ehre. Ich sah es als meine revolutionäre Pflicht. Für die Aktion wählte ich den Spruch des Aufklärers Immanuel Kant: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“, was eine gewisse Nähe zur Zeit der Französischen Revolution hat.

Das alles sind natürlich keine klaren Beweise für eine Reinkarnation – diese KANN ich Ihnen NICHT geben. Ich wünsche mir zwar, dass Wahrheit dran ist, aber es ist nur eine Hoffnung. Jedenfalls verfolgte ich die Wiedergeburtstheorie, ohne dass ich Robespierre bis dahin verehrte. Ja, ich kannte ihn bis dahin nicht einmal wirklich, sondern erst durch meinen Schulleiter. Ohne über Robespierre in Lexika zu lesen, würde ich nichts über ihn wissen.

Geburtsdaten von mir und Robespierre

Ich bin am 4. Juli 1985 geboren, dem Tag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, also ein Tag der Revolution. Robespierre starb am 28. Juli 1794 im Rahmen der Französischen Revolution. Nun, der 4. Juli und der 28. Juli sind durch die 7 miteinander verbunden, denn 4 x 7 ist 28. Erstaunlich, nicht wahr?

Geboren ist Robespierre am 6. Mai 1758. Das Jahr 58 ergibt in der Quersumme 13 – ebenfalls mein Geburtsjahr 1985. Mehr noch: Mein Geburtsdatum, der 4. Juli, hat die 11 als Quersumme: 4 + 7 = 11. Robespierres Geburtsdatum, der 6. Mai hat auch die 11 als Quersumme: 6 + 5 = 11.

Robespierre starb 1794. Nun, das Jahr 1994 war als Kind intuitiv mein „Lieblingsjahr“. Es war die erste Jahreszahl, die ich im Leben lernte, und DAS Jahr, in dem meine Zeitrechnung als Kind beginnt. Ich bin zwar 1985 geboren, aber erst ab dem Jahr 1993/94 dachte ich in Jahreszahlen.

Zudem war die Französische Revolution im Jahr 1789 und 1989 ist das Jahr der Deutschen Einheit. Damals war ich 4 Jahre alt. Es war die erste miterlebte Revolution meines Lebens. Das Jahr 1989 war auch DAS Jahr, ab dem ich bewusst denken konnte, mein erster wirklich bewusster Geburtstag.

Nun, das sind die Tatsachen. All das kann Zufall sein oder einen höheren karmisch-spirituellen Sinn haben. Jedenfalls würde ich es Robespierre oder meiner Seele zutrauen, für die Reinkarnation im Jahr 1985 solche Rätselspiele bewusst zu erschaffen.

Interessant ist auch, dass Dantons Frau Antoinette heißt (ebenso gibt es eine Marie Antoinette in Frankreich). In diesem Leben ist der Name Annette stark mit mir verbunden.

Robespierre – ein scharfzüngiger Redner

Laut Wikipedia gehörte Robespierre zu den „brillantesten und scharfzüngigsten Rednern der Französischen Revolution.“

Nun, ich bin kein guter Redner, aber ein scharfer Schreiber. In Literaturforen focht ich mit dem Degen der Diskussion viele Kämpfe gegen andere Autoren aus. Damit fiel ich auf – wertgeschätzt von den einen, verachtet von den anderen, weil ich nie Ruhe gab, sondern eine Diskussion bis zum blutigsten Ende der Logik führen wollte. Meist schwiegen meine Gegner irgendwann – nur einer nicht. Mit ihm führte ich Diskussionen, die Hunderte von Buchseiten umfassten, gespalten auf 250 Briefe, geschrieben in 3 Jahren. Wenn es um den Degen der Logik geht, ziehen nicht viele Menschen mit mir gleich. Viele können auch nicht so standhaft bleiben.

Der historische Robespierre soll laut Wikipedia 650 Reden gehalten haben. Nun, meine Reden im wörtlichen Sinne waren nicht so eindrucksvoll. Trotzdem bekam ich von einer angesehenen Professorin meiner Universität ein Lob für meine Vorträge wie kein anderer Student: Das Lob für eine perfekte Didaktik, die perfekte Dramaturgie meiner Präsentationen.

Tatsache ist auch, dass die Protokolle der Illuminaten (die Protokolle der Weisen von Zion zum Erlangen der Weltherrschaft) mich sehr fasziniert haben.

Robespierre – ein Mann, der seiner Linie treu bleibt

Weiterhin steht im Lexikon zu Robespierre:

„Seine kompromisslose politische Linie, vor allem aber sein Eintreten für den Terror im Namen der Tugend, führte letztlich nicht nur die Revolution in ihre blutigste Phase, sondern auch zu seinem eigenen Untergang. Seine immer radikaler werdenden Forderungen …“

Nun, in meiner Jugend war ich ein radikaler Moralist mit hohem Wert für Ehre und Gerechtigkeit. Und in meiner Abiturzeitung steht: „Ein Schüler, der seiner Linie treu geblieben ist.“ Meine Todsünde ist gewissermaßen die gnadenlose Suche nach Perfektion.

Berufe von mir und Robespierre

Robespierre war von Beruf Rechtsanwalt. Auch ich hatte überlegt, Jura zu studieren, mich aber für Soziologie entschieden, also für „Gesellschaftskritik“. Das dürfte ebenfalls zu Robespierre passen.

Wie ich im Rotstift des Lektors einen blutigen Degen sah

Beruflich bin ich Lektor geworden. Auch dies kann man sich bei Robespierre vorstellen. Ich nannte mein Unternehmen „Professionelles Lektorat“ – und der Name war Programm. Ich ging so streng mit dem Rotstift an die Texte der Autoren heran wie wohl kein anderer Lektor. Ich wollte perfekte Texte daraus machen. Und um die Texte nach meinen Idealen zu formen, griff ich gnadenlos in den Sprachstil ein. So wie Robespierre den perfekten Staat mit perfekter Gerechtigkeit und strengen Strafen wollte, so arbeitete ich als Lektor an perfekten Texten. Gewissermaßen ist der Beruf des Lektors ein Beruf des Lehrers und Richters. Mit dem Rotstift richtet der Lektor über andere Texte und damit über andere Seelen. Wenn er in eine Textstruktur eingreift, verletzt er auch etwas in der Seele des Autors.

Hammerschläge eines unsichtbaren Richters

Doch während ich als Lektor den Rotstift nutzte, hatte ich zwei seltsame Eingebungen. Die erste war im Jahr 2015: „Was du alles rot im Manuskript machst, ist Blut. Du lässt das Blut anderer Seelen fließen – und du lässt ziemlich viel Blut fließen. Hast du nicht damals bei der Französischen Revolution als Robespierre genug Blut mit der Guillotine vergossen? Musst du immer noch weiter richten, jeden Baum nach deinen Idealen zurechtschneiden?“

Und im Jahr 2016 machte ich die paranormale Erfahrung, dass in meinem Haus ständig Hammerschläge wie die Schläge eines Richters ertönten, sobald ich bei meinem Lektorat zu viel in die Texte anderer Seelen eingriff. Das war verbunden mit der suggerierten Mahnung: „Du richtest schon wieder! Lass endlich das Richten sein! Richte nicht, dann wirst auch du nicht gerichtet werden! Je länger du als Lektor arbeitest, desto mehr Karma erzeugst du, das du zurückerhalten wirst. Hör auf, als Lektor zu arbeiten!“

Die Hammerschläge waren synchron zu meiner beruflichen Arbeit, und das stundenlang. Das ist eine sanfte Art von Folter, die aufs Herz wirkt. Es schien, als wollte ein göttlicher Richter mir zeigen, wie ich die feinsten Verletzungen, die ich mit dem Rotstift in den Manuskripten anderer Seelen hinterließ, sofort als Karma zurückbekam.

Von ähnlichen Phänomen berichten auch manche Mind-Control-Opfer (mehr dazu hier), also dass Geräusche synchron zu den eigenen Gedanken, Gefühlen und Handlungen ertönen.

Irgendwann zweifelt selbst der größte Zufallstheoretiker

Ich war damals kein Mensch, der magische Zufälle sucht. Diese Geistesblitze trafen mich als früherer Zufallstheoretiker aus heiterem Himmel, ohne dass ich für solche Phänomene sensibilisiert war.

Ich weiß, dass man solche Geschichten von stundenlangen Zufallsketten als profaner Bürger oder Psychiater nicht glaubt. Als profaner Bürger denken Sie vielleicht immer noch, diese Synchronitäten müssen Einbildung oder Zufall sein. Zwar kann ich dies nicht ausschließen, aber ich denke eben auch in die andere Richtung.

Weitere Gemeinsamkeiten mit Maximilien Robespierre

Robespierre heißt mit Vornamen Maximilien. Zufälligerweise ist der Maximilianpark DER Park meiner Stadt und DER Park meiner Kindheit. Auch sonst liebt man Namen mit „Maxi“ in dieser Stadt.

Robespierre nennt man auch „den Unbestechlichen“ – und ich BIN mit Geld unbestechlich: Es interessiert mich nicht, ob Sie mir eine Million oder zehn Millionen für einen „Job“ anbieten. Mir reicht Grundsicherung. Nun, wie viele Menschen in Deutschland sind NICHT mit Geld bestechlich?

Robespierre war Mitglied der Jakobiner und was in Wikipedia über deren Ziele steht, würde zu meiner Persönlichkeit passen. Die Jakobiner fanden viel Sympathie unter den Arbeitern und ich sympathisierte trotz meines universitären Studiums mit der Arbeiterschicht, aus der meine Eltern stammen. Diese Loyalität erschien mir einfach richtig.

Robespierre starb wegen seiner Radikalität durch die Guillotine. Wiederum hängen aufgrund meiner Radikalität die „Giftspritze“ im Sinne zwangsverordneter Psychopharmaka sowie die Psychiatrie wie zwei Damoklesschwerter über mir – sozusagen die milden Methoden der modernen Zeit.

In der Psychiatrie erinnerte mich auch der Zimmerschrank vor meinem Bett ein wenig an eine Guillotine. Ich konnte selber nicht glauben, was für Verbindungen mein Kopf zog. Das muss man selbst erlebt haben. Manche Menschen in meiner Gegenwart sagten auch, ihnen sei kalt. Mir kam der Verdacht, dass das mit meinem Herzen zu tun hat, mit meinen kalten Theorien.

Danton als mein geistiger Lehrer?

Als wiedergeborener Robespierre hatte ich angeblich Karma mit meinem Gegner Danton offen. Zur Aufarbeitung sollte ich freiwillig in die Psychiatrie gehen, um so für meine Sünden und für Dantons Hinrichtung zu büßen. Ich sollte erkennen, wohin es führt, wenn man jede Abweichung von der Norm als „verbrecherisch und krank“ definiert und den perfekten Staat mit perfekten Menschen will. Die Psychiatrie sei sozusagen Dantons Rache an einen Perfektionisten wie mich. Dieses Karma war ein zentraler Grund, warum ich meine erste Reise in die Psychiatrie antrat.

Eine Zeit lang glaubte ich, dass Danton in diesem Leben mein spiritueller Meister sei. Als wiedergeborener Robespierre sollte ich erfahren, was Menschen passiert, die nicht nach der kalten, rationalen, technokratischen Ordnung des Staates leben, sondern spirituellen Gesetzen folgen. Angeblich hätte ich als früherer Robespierre die spirituellen Gesetze der Welt gekannt, die ich nach meinem Staatsideal aber aus der Gesellschaft verbannen wollte, weil sie die perfekte Ordnung des Staates stören. Nun fragte diese spirituelle Danton-Macht mich, ob es wirklich gut sei, den Staat so perfekt zu organisieren, dass alle Menschen nicht mehr ganzheitlich denken müssen, sondern zu Technokraten werden. Sei es wirklich gut, den Menschen die rationale Logik aufzudrängen und sie von der Komplexität der spirituellen Logik fernzuhalten? Sei es gut, Verstand und Ordnung über Herz und Genuss zu stellen? Einen Staat zu entwerfen, in dem es keine störenden Einflüsse von der Magie des Herzens gibt, sondern alles der perfekten Logik des Kopfes folgt?

In diesem Leben sei ich auch bewusst in eine einfache Familie hineingeboren, damit dieser einstige Staatstheoretiker lerne, was es bedeutet, in einem perfekten Überwachungsstaat zu leben – und zwar nicht als Mitglied der Elite, sondern als einfacher Bürger „von unten“. Bei der Reinkarnation gelte schließlich das Gesetz: „Was man einst verbrochen habe – etwa Theorien von einem perfekten Gefängnis- und Überwachungsstaat –, das müsse man in einem späteren Leben selbst erfahren, um zu erkennen, ob die glorreiche Idee wirklich so gut sei, wie man dachte.“

Angeblich hätte ich es Danton zu verdanken, dass ich die spirituellen Gesetze wiederentdeckt hatte. Er habe als Geistführer mein Herz zu den richtigen Büchern geführt. Aber zuvor hatte er mir zeigen wollen, wie dumm ich als Rationalist durchs Leben ging. Als Zufallstheoretiker sähe ich selbst die offensichtlichsten Zeichen der spirituellen Ebene nicht. Gewissermaßen suggerierte Danton mir: „Ich zeige dir, wie schön es ist, der Logik des Herzens zu folgen, aber in einem rationalen Staat wie deinem landest du damit in der Psychiatrie.“

Zeitweise schien Danton als mein spiritueller Meister sich auch Scherze mit dem rationalen Robespierre erlaubte, indem er ihm verrückte Gedanken eingab, die seine Ordnung im Kopf durcheinanderbrachten.

Während dieses karmischen Theaterspiels spielte ich sogar Lottospiele, wobei ich dieses Glückspiel als rationale Arbeit nach spirituellen Geheimgesetzen betrachtete, indem ich allerlei verrückte Glückszeichen mitnahm, die mir per Gedanken eingegeben wurden. Zum Beispiel küsste das Bild einer prominenten Person. Da ich als Robespierre ein Perfektionist war, wollte ich mit diesem radikalen Perfektionismus nun perfekt nach den neu erlernten spirituellen Gesetzen des Herzens spielen – ich schlug also vom Zufallstheoretiker ins andere Extrem um. Wie der historische Robespierre war ich also in gewisser Weise sehr radikal … Im Lotto gewann ich zwar nicht – dazu war mein spirituelles Spiel nicht perfekt genug –, aber meine Eltern gewannen in einem anderen Glücksspiel 500 Euro. Wirklich Zufall?

In einer anderen Lehre meines „Meisters Danton“ ging es um die spirituelle Macht von sexueller Energie, was für einen Tugendmenschen wie Robespierre ebenfalls eine Belehrung sein sollte.

Auf der Suche nach wahrer Erkenntnis über das Universum vertraute ich dieser geheimnisvollen, rachsüchtigen Macht und spiele das Spiel eine Weile mit. Ich fühle mich wie ein suchender Freimaurer, wobei ich im Hinterkopf stets den Verstand bewahrte.

Trotz Dantons Rache lernte ich auch seine Güte kennen, während ich mich durch meine strengen Versprechen ständig selbst richtete. So wollte ich zur Karma-Aufarbeitung eine ganze Nacht lang meine Sünden bereuen, aber die Danton-Macht erlaubte mir irgendwann zu schlafen. Es war, als würde Danton sagen: „Siehst du? Du bist strenger zu dir selbst als ich. Du erwartest immer die höchste Strafe für deine Verbrechen. Nach deinen eigenen Maßstäben würdest du dich am liebsten vom Balkon stürzen, um dein Karma wegen meiner Hinrichtung perfekt aufzuarbeiten. Aber ich bin gnädig und du landest nur in der Psychiatrie. Du bekommst nicht einmal die Todesspritze und es ist eine sehr schöne Psychiatrie. Es gibt hier sogar gutes Essen. Na, findest du immer noch, dass perfekte Richter den verzeihenden Genussmenschen vorzuziehen sind?“

Fazit: Von Zufällen, Interpretationen und Tatsachen

Tatsache ist, es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen mir und Robespierre. Betonen möchte ich auch, dass ich bei meiner Eingebung „Ich sei der wiedergeborene Robespierre“ viele Gemeinsamkeiten nicht gesehen hatte. Das kam erst nach und nach. Andererseits war ich im Schulfach Französisch nie ein Talent. Ich kann auch viele Dinge finden, die nicht zu einem früheren Leben in Frankreich passen. Meine Darstellung von Robespierre weicht auch teilweise von dem historischen Robespierre ab.

Noch etwas zu der Vermutung, Danton sei mein geistiger Meister: Dieses Gefühl hatte ich nur bei meiner ersten Reise in die Psychiatrie. In meinen späteren Reisen wurde daraus die Gottesmacht Jahwe und später mein freimaurerischer Lehrer. Es ist eine Macht, die sich wandelt, ein Lehrer und Irrlehrer zugleich. Man könnte auch sagen, diese Macht passt ihr Gewand meiner geistigen Entwicklung an.

Legen Sie nicht zu viel Gewicht in diese Konstruktionen. Ich versuche Ihnen nur meine damalige Denkweise und etwas von der Tiefenstruktur meiner Seele aufzuzeigen.

Doch was ich im Jahr 2015 seelisch und energetisch durchmachte, war bisher einzigartig in meinem Leben. Ich spürte große geistige Energien. Es fühlte sich an, als musste ich etwas aus meiner Seele herauslassen. So verrückt Ihnen mein Theater um Danton und Robespierre erscheinen mag, es war eine zentrale karmische Lektion für mein Leben. Als Psychiater oder profaner Bürger werden Sie es vielleicht nicht verstehen, aber als spiritueller Mensch sind Sie hoffentlich intelligenter. Einiges muss man einfach selbst erlebt haben.

Doch wenn die allermeisten Menschen ihrer Intuition folgen, entstehen nicht solche karmischen und rituellen Theaterspiele. Viele Menschen wollen einfach nur reich sein, im Beruf Erfolg haben, glücklich sein und die große Liebe finden. Ich dagegen habe ganz andere Wünsche. Mich interessieren die spirituellen Gesetze und das Geheimwissen der Elite dieser Welt – und dafür war ich bereit, Experimente zu wagen. Im Jahr 2015 sprach ich sogar den Wunsch zum Himmel, ein Illuminat zu werden.