Verkehrsmittel: Wie krank muss man sein, um für zwei Kilometer den Bus zu brauchen?

Viele Menschen sind nicht nur unseren Politikern, Medien und Wissenschaftlern hörig wie dumme Schafe, sondern stehen genauso treudoof an der Bushaltestelle, statt endlich zu Fuß zu gehen. Viele Menschen können nicht einmal zwei Kilometer gehen, geschweige denn fünf, sondern sie stehen lieber hilflos an der Bushaltestelle und warten auf den Bus. Selbst dreißig Minuten warten ist vielen immer noch lieber als dreißig Minuten gehen oder Radfahren. Es wäre ja so schlimm, den übergewichtigen Körper mehr als nötig zu bewegen!

Fußwege von ein bis zwei Stunden – für einen gesunden Menschen normal!

Ich war auch mal so, dass ich glaubte, für einen Fußweg von länger als fünfzehn Minuten müsse man den Bus nehmen, weil das gar nicht anders ginge. Heute sind für mich Fußwege von ein- bis zwei Stunden normal. Ja, ich freue mich sogar auf sie! Ob das nun echte Spaziergänge oder Pflichtgänge zu Einkaufscentern und Behörden sind, macht kaum einen Unterschied, denn die sportliche Bewegung bleibt dieselbe. SO sollten logisch denkende und gesundheitsbewusste Menschen das sehen! Dann brauchen Sie in der Woche auch nicht so viele Sportstunden.

Busse und Autos innerhalb der Stadt – nur für besondere Fälle

Obwohl ich beste Busverbindungen vor der Haustür habe, denke ich nicht einmal mehr an den Bus. Auch nicht bei Regen, denn da gehe ich lieber mit dem Schirm. Das Wetter müsste schon schwere Geschütze von Blitzen, Donner und Hagel auffahren, um mich in den Bus zu zwingen. In meiner Stadt erreiche ich alle Orte zu Fuß oder mit dem Rad.

Und ich behaupte: Für alle gesunden Menschen sind Busse und Autos innerhalb einer Stadt fast komplett überflüssig.

Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen wie etwa der Großeinkauf für die Familie, Möbeltransporte, schwere Krankheit, größte Zeitnot, weit entfernter Arbeitsplatz (mehr als 30 Minuten Radweg) und sehr schlechtes Wetter, wofür man ausnahmsweise mal das Auto oder den Bus benutzen kann, statt das Fahrrad oder die Füße. Doch viele Autos auf unseren Straßen sind aus viel belangloseren Gründen unterwegs und viele Menschen stehen auch an Bushaltestellen aus viel belangloseren Gründen herum.

Wenn schon nicht zu Fuß, dann mit dem Fahrrad!

Selbst wenn für die Füße einige Strecken doch etwas weit sind, mit dem Fahrrad schafft man das in einer annehmbaren Zeit innerhalb der meisten Städte allemal – und gesünder sowie umweltfreundlicher ist es auch.

In vielen Städten erreicht man mit dem Rad fast alles unter einer Stunde!

Viele unserer deutschen Städte kann man von Norden nach Süden und von Westen nach Osten in einer überschaubaren Zeit mit dem Fahrrad durchfahren. Bei meiner mittelgroßen Stadt braucht man etwa 45 Minuten mit dem Rad quer durch die ganze Stadt – und man müsste schon Pech haben, wenn man von einem äußersten Punkt der Stadt unbedingt zum anderen äußersten Punkt radeln muss. Und so viel schneller geht das mit dem Auto auch nicht. Für dieselbe Strecke braucht das Auto immerhin 25 Minuten. Das sind zwar rund 45 Prozent weniger Fahrzeit, aber auch nicht gerade so wenig. Und immer vorausgesetzt, es gibt bei der Fahrt quer durch die Stadt keinen Stau – den es mit dem Rad so gut wie nie gibt. Und den Bus schlägt das Rad an Zeit allemal, da man bei der Busfahrt mindestens einmal umsteigen müsste.

Der Kostenvorteil des Fahrrads gleicht den Zeitvorteil des Autos aus

Bedenkt man außerdem, dass das Radfahren unseren Geldbeutel nichts kostet und die Umwelt nicht verschmutzt, relativiert sich der moderate Zeitvorteil des Autos von 20 Minuten in der Stadt noch mehr. Das Auto mag Zeit sparen – aber für das Benzin, die Kfz-Versicherung und kaputte Autoteile muss man auch arbeiten, also Zeit in Geldarbeit investieren, deutlich mehr als beim Fahrrad.

Mit anderen Worten: Während man beim Radfahren auf körperlich gesunde Weise mehr arbeitet, arbeitet man für das ungesunde Autofahren noch zusätzlich auf ungesunde Weise im Büro länger. Autofahren kostet indirekt eine ganze Menge Zeit – und zwar in Form von Arbeitsstunden im Büro!

Wer mehr Rad fährt, braucht weniger arbeiten und hat damit mehr Freizeit. Zumindest in einem selbstständigen Beruf kann man das auch wirklich realisieren.

Fuß und Fahrrad – auch für die Gesundheit besser!

Ja, ich setze noch einen drauf: Das Auto und der Bus sparen nicht nur kaum Zeit innerhalb einer Stadt ein, sondern diese kleine Zeitersparnisse kommen Ihnen indirekt teuer zu stehen. Denn Bus- und Autofahren schwächen das Immunsystem und die Gesundheit, während Spaziergänge und Radfahrten beides stärken. Und Busse mögen zwar umweltfreundlicher als Autos sein, aber wenn es um Ansteckungsgefahr mit allen möglichen Erregern geht, sind Busse eine Katastrophe.

Mit anderen Worten: Ihre scheinbare Bequemlichkeit und die scheinbare Zeitersparnis beim Bus- und Autofahren bezahlen Sie mit viel Wartezeit beim Arzt und Extrafahrten zur Apotheke.

Zu Fuß gehen und Radfahren – eine Frage der Erziehung und des logischen Denkens!

Das Gehen zu Fuß und das Fahren mit dem Rad sind eine Frage der Mentalität, der Erziehung von Kindheit an. In unserer Kultur sollen die eigenen Füße scheinbar gar nicht zur Selbstständigkeit erzogen werden, sondern dazu, hörig und hilflos an der Bushaltestelle zu warten, um sich befördern zu lassen. Man könnte fast sagen, die höheren Mächte des Planeten, die den Bürger insgesamt unmündig halten, halten ihn selbst im Alltag unselbstständig.

Man mag dies eine kleine Verschwörung nennen oder eine selbst verschuldete Dummheit der dummen Schafe. Ich muss wirklich nicht immer an Verschwörungen glauben, denn die großen Weltverschwörer manipulieren uns zwar an vielen Ecken und Enden, aber viele Menschen sind auch solche dummen Schafe, sich überall manipulieren zu lassen.