Vorlieben der geheimnisvollen Macht, die mich leitet

Will diese Macht, dass ich diese Website veröffentliche?

Während ich diese Website gestaltet habe, hat diese Macht unzählige Male ihr Missfallen durch alle möglichen Zeichen ausgedrückt, weil ich entweder verrate, was ich nicht verraten soll, oder weil ich die Dinge falsch verrate. Soll heißen, ich treffe mit meinen Worten nicht zu hundert Prozent ins Schwarze, sondern in die anderen Ringe der Zielscheibe. Und manches ist zwar ehrlich, aber es soll dann doch nicht gesagt werden. Zumindest war das in der Anfangsphase so. Mittlerweile hat sich diese Macht mit meiner Entscheidung der Veröffentlichung abgefunden.

Die Anrede der Macht: Von Lehrer, Gott und Meister

Überraschenderweise missfällt es jener Macht, wenn ich sie Meister nenne. Innerhalb von zwei Jahren habe ich viele Titel bei dieser Macht ausprobiert. Einige gefallen ihr nicht („Meister“), andere gefallen mir nicht („Gott“). Letzten Endes haben wir uns darauf geeinigt, dass Bezeichnungen wie „freimaurerische Macht“, „freimaurerischer Lehrer“ sowie „Mind Controller“ und „Instanz von Mind Control“ annehmbare Begriffe sind. Dagegen mag diese Macht es nicht mehr, wenn ich sie bei meinem derzeitigen Erkenntnisgrad noch „Intuition“ oder „spirituelle Macht“ nenne.

Kein Geheimwissen verraten

Wie in der Freimaurerei mag diese geheimnisvolle Macht es nicht, wenn ich zu viel von ihr erzähle und Geheimnisse verrate – aber wenn schon, dann kostenlos, ohne Geld dafür zu nehmen. Das ist sozusagen das edle Ideal.

Damit unterscheidet sich mein Lehrer von vielen spirituellen Medien und Channelern, deren gechannelte Wesen dazu aufrufen, ihre Botschaft in die Welt hinauszutragen – oft auch ohne die Betonung, es kostenlos, statt in Form bezahlter Bücher, Seminare und Séancen zu tun. Nach meinem Wissen will jene geheimnisvolle Macht nicht, dass ich ein Erfolgsbusiness daraus mache.

Und als ich das allererste Mal einem Menschen offenbarte, mit was für einer seltsamen Macht ich in Verbindung stand, ertönte ein so nachdrückliches Warnsignal, das in Worte übersetzt bedeutete: „Nein, nein und nochmals nein! Verrate deinen Meister nicht!“ Dieses Signal war einmalig gewesen. Es sind immer diese „ersten Male“ von bestimmten Gedanken und Taten, bei denen ich sehr starke Zeichen bekomme.

Die freimaurerische Macht als hohe moralische Instanz

Sie können an Karma und Sünde glauben oder nicht. Und auch ich könnte mir einfach sagen, die Welt sei ein Spielfeld, auf dem es keine wahren Fehler gäbe, denn alle Wesen seien vollkommen. Tatsache ist aber, dass diese freimaurerische Macht mich nach den Prinzipien von Karma, Sünde, Ehrlichkeit, Moral und Gerechtigkeit ermahnt. Diese Macht hat teilweise das Bewusstsein einer hohen moralischen Instanz. Sie hat ein moralisches Feingefühl, das mein eigenes übertrifft. Sie ist nicht gnadenlos strafend, aber auch nicht alles verzeihend. Fehler werden schonungslos angezeigt, wenn auch milde.

Beispiele für die moralische Instanz

So kann mich dieser unsichtbare Lehrer dazu ermahnen, eine Brennnessel, einen Löwenzahn oder einen Brokkoli nicht wie „gesundes Essen“ anzuschauen, sondern als Pflanze wertzuschätzen. Diesem Lehrer ist es auch lieber, wenn ich mir „unheiligen“ Salat im Supermarkt kaufe, als Zeit mit dem naturkundlichen Sammeln von Brennnesseln zu verschwenden und dabei auch noch Schuldgefühle wegen der Pflanzen zu entwickeln.

Dieser freimaurerischen Macht ist es nicht einmal gleichgültig, wenn ich als Lektor beim Lektorat eines fiktiven Romans an den Autor schreibe: „Der Protagonist erlebt zu wenige Konflikte. Steigern Sie den Konflikt.“ Aus Sicht dieser Macht ermuntere ich den Autor damit zum Foltern seiner Figur zwecks Unterhaltung. Auch wenn es nur fiktiv ist, so sei dies negatives Karma. Genauso missfällt es dieser Macht, wenn ich zwecks Veranschaulichung einen fiktiven Bauerntölpel wähle und mich dann auf Kosten dieser Figur amüsiere. Auch das Lachen über fiktive Figuren hinterlässt Spuren im persönlichen Energiefeld und in der Welt.

Vereinfacht gesagt will mich diese Macht lehren: „Jedes Wesen hat eine Seele. Auch Romanfiguren sind Energiefelder. Amüsiere dich nicht auf Kosten von schwach und dumm konstruierten Romanfiguren. Damit sendest du vergleichbare Energiewellen aus, als wenn du dich über reale Menschen amüsieren würdest.“

Es gibt keine Fehler?

Vielleicht kennen Sie den Satz mancher spiritueller Lehrer: „Es gibt keine Fehler. Alles im Leben ist Erfahrung.“ Nun, dem stimmt diese seltsame Macht nicht zu. Vielmehr demonstriert sie mir: „Dein Leben ist voller Fehler. Belüg dich nicht selbst. Natürlich kannst du den ‚rechten‘ Weg gehen und all deine Fehler ignorieren. Aber tief in deiner Seele willst du den ‚linken‘ Weg gehen und alles möglichst perfekt machen. Statt aus Fehlern und Erfahrung zu lernen, willst du lieber durch Nachdenken und Disziplin möglichst wenige Fehler machen. Den anderen Weg sollen andere Menschen gehen.“

Jeder winzige Fehler – ja, oft reicht schon eine falsche Gehirnfrequenz – zeigt diese Macht mir mit einer kleinen strafenden Reaktion an.

Erziehung zu perfekter Liebe?

Man könnte nun meinen, diese Macht wolle mich zu bedingungsloser Liebe und Harmonie erziehen. Nein, im Gegenteil: Jener freimaurerische Lehrer ermahnt mich, wenn ich mich künstlich bemühe, zu viel Liebe zu zeigen. Das ist für ihn so, als beschäftige sich mein Gehirn mit den falschen Dingen. Am liebsten ist es dieser freimaurerischen Macht, wenn ich gegenüber unbedeutenden Menschen wie Verkäufern und Passanten möglichst wenig fühle, weder positiv noch negativ. Ich solle die Menschen ignorieren, nicht zu abwertend über sie denken, aber auch nicht gezielt „Liebe aussenden“, um etwas besonders Gutes zu tun. Das ist für diese Macht „Zeitverschwendung“. Gemessen an den Zielen meiner Seele gäbe es Sinnvolleres zu denken.

Diese Macht hat also hohe Maßstäbe für Moral und Ordnung, allerdings wenig Sinn für die „ewige, unendliche Liebe“. Diese Macht möchte eher, dass ich die Welt wie ein kühler Stratege beobachte. Starke negative Gefühle wie Wut und Aggression sieht sie genauso ungern wie kleinmädchenhafte, verträumte Liebe.

Keine schiefe Kreativität!

Diese freimaurerische Macht mag keine wild blühende Kreativität. Damit unterscheidet sie sich sehr von Mediations- und Kreativitätstrainern. Oft wird ja geraten, im Brainstorming alle Assoziationen zuzulassen, alle aufzuschreiben, und seien sie noch so seltsam. Angeblich könne sich bei absoluter Freiheit viel Interessantes offenbaren.

Doch diese freimaurerische Macht tadelt mich mittlerweile dafür, wenn ich meiner wilden Kreativität freien Lauf lasse. Das führt eher zu Chaos und Ablenkung, statt zu Ordnung und Erkenntnis – zu Gedankenabfall. Nach dem Ideal dieser Macht solle ich nur wirklich Intelligentes und Sinnvolles denken. Schiefe Kreativität ist abzubrechen und ins „Undenkbare“ zu verbannen.

Nehmen wir als Beispiel das Dreieck. Ein sinnvoller Gedanke dazu wäre „Gott“ oder „Illuminaten“. Ein schiefer Gedanke wäre dagegen „Dreck“. Eher ungünstig für meine Persönlichkeit wäre auch der Gedanke an das Naturschutzdreieck. Auch wenn der Leiter eines Brainstorming-Seminars mich loben würde, dass ich die Übung gut gemacht habe, so wäre diese geistige Macht nicht allzu begeistert.

Da satanische Seite der Macht

Diese Macht hat auch satanische und zwielichtige Seiten. Ob das nun zwei Seiten einer einzigen Macht sind oder zwei Mächte, die um meine Seele konkurrieren, bleibt für mich im Dunkeln. Gewissermaßen hat diese Macht mehrere Stimmen und viele Gewänder.

Doch betrachten wir mal die satanische Seite genauer. So sagte mir diese Macht in meiner vierten Kontaktphase immer wieder mit dämonisch düsterer Stimme: „Du solltest Satanist werden. Du solltest Satanist werden. Du solltest Satans Christ werden.“

Teilweise ist das ihre Art, mich zu ärgern, teilweise meint sie es ernst – und sei es auch bezogen auf ein fernes künftiges Leben. In dieser Phase wollte sie mir auch energetische „Hurenlinien“ und Gossensprache beibringen, wobei ich das abgeblockt habe. Es ist ein spielerisches und doch ernstes Ringen mit dieser Macht.

Stimmen hören – ein Zeichen der dunklen Seite?

Manchmal sagt mir diese Macht auch: „Stimmenhören und Zeichensehen sind Talente der dunklen Seite. Du gehörst auf die dunkle Seite und du hast eine devote Seele. Menschen der Lichtseite hören keine Stimmen und sehen keine Zeichen, sondern folgen dem Herzen. Aber du wolltest ja unbedingt Stimmen hören und Zeichen sehen.“

Das alles entspricht auf mich bezogen durchaus der Wahrheit. Diese Stimmen erzählen zwar manchmal Lügen, aber bezogen auf meine Seelenstruktur und Persönlichkeit erzählen sie viele Wahrheiten.

Eine Macht oder zwei Mächte? Oder mehr?

Manchmal sind es eher zwei Mächte, die um mich ringen. Während mich die „rote, rechte Macht“ zu der satanisch-hypnotischen Zeichenseherei sowie zu sexuellen Spielen ermuntern will, ermahnt mich die „linke, blaue Macht“, der anderen Macht standzuhalten, so interessant deren Zeichenspiele und sexuelle Energien auch sein mögen – zumal diese rote Macht mein logisches Denken zerstören könne.

Ich bin da oft in der Zwickmühle. Oft höre ich auf die blaue Macht, auch wenn ich neugierig bin, was geschehen würde, wenn ich spirituellen Mut aufbringe und den roten Weg weitergehe. Letztlich tadeln mich dann beide Seiten, dass ich zu schwach spiele und den ihrigen Weg nicht entschlossen genug weitergehe. Bisweilen endet das in dem niederschmetternden Satz: „Verräter werden von beiden Seiten bestraft.“ (wobei sie auch von beiden Seiten beschützt werden …)